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Mengenrückgang bei der LHG, Verkehrsfrequenz weitgehend stabil


Bild: Karl Erhard Vögele

03.09.2020

Covid-19 hinterlässt auch in Lübeck deutliche Spuren

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(Lübeck, 28.08.2020) Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 deutlich reduzierte Mengen an ihren vier Anlagen. Nach den vorläufigen Zahlen sank der Umschlag insgesamt um rund acht Prozent. LKW und Trailer gingen um rund zehn Prozent zurück. Im Stückgut- und Schwergutbereich, zu denen vor allem Forstprodukte sowie Eisen und Stahl gehören, lag der Rückgang bei rund vier Prozent.

Der Umschlag von Fertigfahrzeugen litt ebenfalls unter dem Corona-Einfluss. Vier Prozent unter Vorjahr lag der Wert. Erwartet hatte das Unternehmen dagegen eine deutliche Steigerung aus einem größeren Fahrzeugpaket, das seit Beginn des Jahres in Richtung Russland und Baltische Staaten verschifft wird. Am Intermodalterminal der LHG-Tochter Baltic Rail Gate bewegen sich die Frequenzen erst langsam wieder in Richtung Vor-Corona-Niveau.

Stark zurückgegangen sind die Passagierverkehre. Dieses Segment hat sich bis heute noch nicht wieder erholt. Für die Reedereien am Standort stellt das eine sehr hohe Belastung dar. Trotz der zum Teil massiven Einbrüche haben aber alle ihre Fahrplanfrequenz weitgehend aufrechterhalten.

„Covid-19 hat auch an unseren Anlagen deutliche Spuren hinterlassen. Bis Ende Mai hat uns die rückläufige Entwicklung ziemlich durchgeschüttelt, jetzt kehrt langsam so etwas wie neue Normalität ein“, so Geschäftsführer Sebastian Jürgens. „Im Großen und Ganzen sind wir noch einigermaßen ordentlich durch diese außergewöhnlichen Zeiten gekommen. Es bleibt aber abzuwarten, wie schnell sich die Exportwirtschaft von diesem globalen Einschnitt erholt und wie stark sie auf weitere Wellen reagiert. Gerade in unseren Segmenten Papier und Fertigfahrzeuge besteht kein Grund zu Optimismus. Covid-19 krempelt alles um. Erleichtert sind wir darüber, dass unsere Beschäftigten gesundheitlich verschont blieben.“

Trotz der Pandemie geht der Ausbau der Infrastruktur weiter. Die zweite Bauphase am größten Terminal Skandinavienkai ist abgeschlossen. Das Forstprodukteterminal läuft unter Volllast. Der dritte Bauabschnitt ist in Angriff genommen, dort lässt die Hansestadt Lübeck gerade die Flächen abtragen.

Mit neuen Hafenflächen ins dritte Jahrzehnt: Lübeck setzt auf Wachstum


Bilder: Vögele, Pagel



30.01.2020

Ministerpräsident Daniel Günther übergibt Förderbescheid über 11,3 Millionen Euro

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(Lübeck, 30.01.20)  Vertreter der Landesregierung und der Hansestadt Lübeck weihten heute die neuen städtischen Hafenflächen am Skandinavienkai in Travemünde ein und übergaben sie offiziell der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) zum Betrieb. In einer ersten Baustufe entstanden zehn Hektar neue Terminalfläche, auf der unter anderem eine Logistikhalle errichtet wurde. Weitere sechs Hektar Fläche werden in einem zweiten Abschnitt folgen.

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau begrüßte unter den Gästen der Veranstaltung insbesondere den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther sowie einige hochrangige Vertreter des finnisch-schwedischen Konzerns Stora Enso, den ersten großen Nutzer der neuen Halle.

Ministerpräsident Daniel Günther nannte die Entscheidung zum Ausbau der Flächen am Skandinavienkai zukunftsweisend. „Die Stadt wagt damit einen großen Sprung, um den Hafenstandort Lübeck zu modernisieren und wieder auf Expansionskurs zu bringen“, sagte er. Die Hafenwirtschaft sowie die gesamte maritime Branche seien überaus wichtig. Dies gelte für die Hansestadt Lübeck wie für ganz Schleswig-Holstein. Ziel der Landesregierung sei es, die Handelsbeziehungen im Ostseeraum weiter zu vertiefen. Davon werde auch der Lübecker Hafen enorm profitieren. Der Regierungschef überreichte Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau zugleich einen Förderbescheid über 11,3 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe regionale Wirtschaftsförderung.

Bürgermeister Jan Lindenau ergänzte: „Die gemeinsamen Investitionen des Landes und der Stadt unterstreichen einmal mehr die Bedeutung Lübecks als Hafenstandort. Gleichzeitig haben wir mit dieser Hafenerweiterung nach innen eindrücklich unter Beweis gestellt, dass derartige Infrastrukturprojekte bei einer vorrausschauenden Planung termingerecht realisiert werden können, sobald der Bedarf es erfordert.“

In 18-monatiger Bauzeit hatten Baufirmen im Auftrag der Lübeck Port Authority (LPA) eine Million Kubikmeter Erde abgetragen und insgesamt 120 000 Tonnen Schotter und 70 000 m² Pflasterung verlegt sowie die Logistikhalle errichtet.

Die Flächenerweiterung geht in diesem Jahr zügig weiter, so dass bis Ende 2021 die Infrastrukturmaßnahme vollständig umgesetzt ist. Darüber hinaus wird auch eine neue Gateanlage, das Papiergate, errichtet. Dadurch ist es möglich, die RoRo- und Fährverkehre von den Verkehren zur Logistikhalle zu trennen.

Insgesamt wird die Hansestadt Lübeck ca. 46 Mio. EUR in den Ausbau der Infrastruktur investieren und erhält dafür bisher eine Förderung des Landes von ca. 30 Mio. EUR. In den Bau der Hallen hat die Stadt weitere 18,5 Mio. EUR investiert.

LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens unterstrich den Mehrwert, den die neue Anlage böte. „Hier bieten wir unseren Kunden fantastische Möglichkeiten: reichlich Platz, direkt an den Fähranlegern gelegen und nur einen Steinwurf von unserem Intermodalterminal Baltic Rail Gate entfernt. Schneller lässt sich Ware aus Skandinavien nicht drehen.“ Die Anlage wirke wie ein Leuchtturm und werfe auch ein gutes Licht auf das Unternehmen: „Das neue Terminal ist ein Symbol für den Turnaround der LHG: Es wird wieder investiert. Stadt und Land vertrauen unserer Leistungsfähigkeit. Das wissen wir zu schätzen.“

Die multifunktionelle Logistikhalle, die 25 000 Quadratmeter misst, ist 300 Meter lang, 85 Meter breit und 20 Meter hoch. Drei Fußballfelder hätten hier spielend Platz. Das Bauwerk kann bis zu 35 000 Tonnen Forstprodukte aufnehmen. Sechs Tore an jeder Längsseite sorgen dafür, dass die LHG dort zügig einlagern und wiederbeladen kann. Weite Dachüberhänge gewährleisten Witterungsschutz. Cassetten und Mafis werden in der benachbarten neuen Fährhalle zum Teil vorgestaut.

Hafenumschlag bei der LHG auf konstantem Niveau


Bild: Lars-Kristian Brandt

15.01.2020

Umschlagmengen bleiben auf Vorjahreslevel, Intermodalverkehr weiter im Aufwärtstrend

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(Lübeck, 15.01.2020) Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) legte 2019 eine Punktlandung hin. Mit rund 22,1 Millionen Tonnen erzielte sie ein Umschlagergebnis, das nahezu exakt auf Vorjahresniveau lag. Mit den vermieteten Terminals ergeben sich 22,3 Millionen Tonnen.

Die Ro-Ro-Verkehre (rund 730 000 Einheiten) bewegten sich ebenfalls im Bereich der Vorjahreszahlen. Während die Anzahl der Trailer leicht zurückging, erhöhte sich in gleichem Maße die Menge der begleiteten Verkehre. Das Volumen der Fertigfahrzeuge stieg leicht, und zwar um 1,5 Prozent auf knapp 70 000. Die Zahl der Passagiere nahm um sechs Prozent zu und lag bei etwas mehr als 445 000.

Geringe Einbußen verzeichnete die LHG bei den Forstprodukten Papier und Karton. Ein Streik in Finnland und Umstrukturierungen der Produzenten trugen dazu bei, dass die Mengen stagnierten.

Deutlich zulegen konnte der Intermodalverkehr. LHG-Tochtergesellschaft Baltic Rail Gate erzielte 2019 erneut eine herausragende Bestmarke: Exakt 113 400 Trailer und Container wurden auf der Intermodalanlage verladen. Das sind 9,5 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2018.

Geschäftsführer Sebastian Jürgens kommentiert: „Wir sind insgesamt zufrieden. Bis zum September lagen wir auf Wachstumskurs. Die konjunkturelle Entwicklung hat letztendlich auch uns eingeholt. Wir können feststellen, dass sich die Zahlen des Vorjahres konsolidiert haben.“

Die Aussichten für 2020 sind positiv. Der Ausbau des Skandinavienkais schreitet weiter voran. Der Probebetrieb des neuen Forstprodukteterminals läuft exzellent. Ende Januar wird die 25 000 Quadratmeter große, multifunktionelle Halle, Kernstück der Anlage, offiziell eingeweiht.

LHG nimmt Umschlag am Forstprodukteterminal auf


16.12.2019

Am Travemünder Skandinavienkai hat die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG)...

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(Lübeck, 13.12.2019) Am Travemünder Skandinavienkai hat die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) damit begonnen, erste operative Erfahrungen im neuen Forstprodukteterminal (FPTSK) zu sammeln. Die Mengen werden nun kontinuierlich hochgefahren, um die betrieblichen Abläufe zu testen. Zur offiziellen Eröffnung Ende Januar soll das Terminal „eingespielt“ sein.

Die Hansestadt Lübeck, Bereich Lübeck Port Authority, hatte die Anlage Mitte November fertiggestellt und an die LHG übergeben. Das FPTSK besteht aus einer 25 000 Quadratmeter großen Logistikhalle und einer 5 000 Quadratmeter großen Fährhalle. Hinzu kommen circa 70 000 Quadratmeter befestigte Fläche.

Die multifunktionelle Logistikhalle ist 300 Meter lang und kann bis zu 35 000 Tonnen Forstprodukte aufnehmen. Sechs Tore an jeder Längsseite sorgen dafür, dass die LHG dort zügig einlagern und wiederbeladen kann. Weite Dachüberhänge gewährleisten Witterungsschutz.

Gute Nachrichten an der Trave: Neufahrzeuge für Russland an den LHG-Anlagen


12.12.2019

Ladungspaket umfasst rund 180 000 Fahrzeuge für die nächsten drei Jahre

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(Lübeck, 13.11.2019) Gemeinsam mit der Reederei Finnlines hat sich die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) ein beachtliches Ladungspaket gesichert. In den kommenden drei Jahren wird die LHG am Lübecker Skandinavienkai jährlich circa 60 000 zusätzliche Fertigfahrzeuge umschlagen. Die Autos sind für den russischen Markt bestimmt. Finnlines fährt sie zweimal pro Woche nach Bronka, einem Tiefwasserhafen bei Sankt Petersburg. Der Kontrakt gilt ab Januar.

Die Neuwagen gelangen überwiegend per Bahn nach Lübeck, aber auch per Straße. Vom Kleinwagen bis zum luxuriösen Sportwagen ist alles dabei. LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens freut sich doppelt über das Neugeschäft: „Zum einen sind wir natürlich hoch zufrieden über das zusätzliche Geschäft. Es ist ein Produkt der partnerschaftlichen Zusammenarbeit am Standort. Zum anderen zeigt es uns, dass es sich lohnt, weiter an den russischen Markt zu glauben. Jetzt sind wir unter den deutschen Ostseehäfen Marktführer im Russlandgeschäft.“ 

Die Neufahrzeuge bringen der LHG zusätzlichen Schub. Dafür wird auch die Eröffnung des neuen Forstprodukte-Terminals sorgen, die kurz bevorsteht. Die zusätzlichen Flächen ermöglichen der LHG, auch in dieser Sparte mehr Ladung aufzunehmen.

Es geht weiter aufwärts


04.07.2019

Deutliche Mengensteigerungen bei der LHG

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(Lübeck, 04.07.2019) Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) hat im ersten Halbjahr 2019 deutlich zugelegt. Nach den vorläufigen Halbjahreszahlen stieg der Umschlag um rund 2,2 Prozent. Hieran hatten die begleiteten Verkehre mit einer Zunahme von rund vier Prozent, aber auch der Umschlag von Fertigfahrzeugen einen wesentlichen Anteil.

„Dies sind wieder hoch erfreuliche Zahlen“, so Geschäftsführer Sebastian Jürgens, „unser Konzept greift und wird von den Kunden akzeptiert, obwohl wir nicht mehr ganz so viel Rückenwind durch die Konjunktur spüren wie noch im letzten Jahr.“

Gleichzeitig verlaufen die Baumaßnahmen zur Hafenerweiterung auf den Terminals Skandinavienkai und Seelandkai planmäßig.

Auf einen neuen Rekord steuern die Intermodalverkehre zu. Baltic Rail Gate (BRG), ein Gemeinschaftsunternehmen von LHG und Kombiverkehr, hat im ersten Halbjahr 60 700 Einheiten umgeschlagen. Dies entspricht einem Wachstum von 18 Prozent. Hierzu haben zu einem großen Teil die neuen Verbindungen nach Nürnberg und Wels sowie die Erhöhung der Frequenz auf der Relation Novara beigetragen. Positiv entwickelten sich auch die Bestandsverkehre, unter anderem nach Duisburg und Ludwigshafen. Durch die Bündelungseffekte kommt dieses Wachstum auch dem Gesamtumschlag der LHG zugute.

BRG-Geschäftsführerin Antje Falk: „Damit haben wir unsere schon recht anspruchsvollen Planungen noch einmal übertroffen und schließen nahtlos an das Rekordjahr 2018 an.“

Stählerne Partnerschaft am Nordlandkai


27.05.2019

Sülzle eröffnet moderne Biegerei am LHG-Terminal

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(Lübeck, 27.05.2019) Sülzle Stahlpartner, einer der führenden Biegebetriebe Deutschlands, hat am 25. Mai am Lübecker Nordlandkai eine der modernsten Biegereien Europas eröffnet. Dazu hat das schwäbische Familien-Unternehmen die Halle 93 der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) angemietet.  Sülzle baut dort für Norddeutschland ein Produktions- und Distributionszentrum für sogenannte Bewehrungsstähle auf. Die Lager- und Produktionshalle mietet das Unternehmen langfristig bei der LHG an.

 

Auf über 10 000 Quadratmetern hat der Stahlspezialist eine moderne Anlage errichtet, die Betonstahl biegt. 60 Beschäftigte sind dort in zwei Schichten tätig. Sämtliche Abläufe sind perfekt aufeinander abgestimmt und werden einheitlich per Computer gesteuert: vom Wareneingang des Rohmaterials bis zur Auslieferung der gefertigten Biegeteile an den Kunden. Sülzle Stahlpartner bearbeitet in Lübeck bis zu 250 Tonnen Betonstahl am Tag, dazu kommen Bewehrungsmatten und andere Komponenten.

 

Der Stahl kommt am Nordlandkai per LKW, Bahn oder Schiff an. Die LHG schlägt die jeweils zweieinhalb Tonnen schweren Stahlbündel um und lagert sie im Hafen zwischen. Dann verlädt sie die Bünde per Reachstacker auf Kassetten und zieht sie in die neue Sülzle-Halle. Die restlichen Stahlbunde verlädt die LHG auf LKW, Bahn und Binnenschiff. So erhalten auch weitere Sülzle-Stahlpartner-Standorte Nachschub. Nach und nach will die LHG am Nordlandkai überdies in den Umschlag von Stahl-Coils und Stahlmatten einsteigen.

 

“Unsere Investition in die Biegerei 4.0 ist ein ganz wichtiger Schritt zur digitalen Transformation, um mit unseren Kunden gemeinsam die Zukunft zu gestalten“, erklärt Heinrich Sülzle, geschäftsführender Gesellschafter der Sülzle Gruppe. Sebastian Jürgens, Chef der LHG, ergänzt: „Mit dieser Partnerschaft haben wir den Stahlumschlag in Lübeck auf die Landkarte gebracht. Davon profitiert der gesamte Standort, und das gibt auch dem Nordlandkai neue Perspektiven.“

Lübecker Hafen im Messe-Fieber


23.05.2019

LHG wirbt auf der „transport logistic“ in München

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(Lübeck, 23.05.2019) Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) eilt von Messeauftritt zu Messeauftritt. Im April diskutierten LHG-Vertreter in Moskau auf der „TransRussia“ mit Kunden und Partnern, im Mai präsentieren sie in Bremen auf der „Breakbulk“ Kunden und Interessierten auf einem Gemeinschaftsstand der Metropolregion Hamburg ihr Leistungsspektrum. Unbestrittener Höhepunkt wird in der ersten Juniwoche die Messe „transport logistic“ in München, die weltweite Leitmesse für Logistik und Transport. Gemeinsam mit zwölf weiteren Lübecker Unternehmen der Logistikbranche stellt die LHG in der bayrischen Landeshauptstadt ihre Stärken vor.

Baltic Rail Gate, European Cargo Logistics (ECL), Lübeck Distribution (LDG), LHG-Service Gesellschaft, Nordic Rail Services (NRS) zeigen vom 4. bis zum 7. Juni als Teil der LHG-Gruppe ihr breit gefächertes logistisches Profil. Dazu gesellen sich europaweit tätige Speditionen und Dienstleister sowie städtische Gesellschaften mit maritimer Seele: Burger Ferry Agencies, dls Land und See, Lübeck Port Authority (LPA), Lüders & Stange, NTEX, Pfaff Logistik International und die Wirtschaftsförderung Lübeck.

Am Dienstag Nachmittag laden LHG und DB Netz zu einer Talkrunde an den Messestand, in der aktuelle Infrastrukturprojekte im norddeutschen Raum beleuchtet werden. Vertreter der finnischen Häfen und des Hafens Gdynia treffen sich auf Einladung der LHG am Mittwoch Morgen zu einem Workshop mit dem Titel „Baltic Navigator“.

Der Verbund am „Lübeck-Stand“ macht stark: Jeder profitiert von Synergien, die sich durch die Vielzahl der Kontakte der Mitaussteller ergeben. Auf einhundert Quadratmetern lautet das Motto wieder „Lübeck: More than a port“, denn der Standort kann mehr als nur Hafenumschlag. Zum traditionellen Lübeck-Tag am Donnerstag, dem 6. Juni hat sich hoher Besuch angekündigt. Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Buchholz persönlich wird den Empfang mit einem Grußwort eröffnen. Danach steht bei Live-Musik und kleinem Catering das Networking im Vordergrund.

Die transport logistic ist die wichtigste Branchenplattform für Logistik und Transport. Die Organisatoren der Leitmesse in 10 Hallen mit Freigelände verzeichnen mit 2 360 Ausstellern einen Zuwachs von neun Prozent gegenüber 2017. Damals strömten in den vier Tagen mehr als 60 000 Fachbesucher zur transport logistic aufs Münchner Messegelände.

Tag der Logistik am 11. April 2019


11.04.2019

Die LHG lädt wieder ein, ihre Terminals zu besuchen

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(Lübeck, 02.04.2019) Was dem Auge der Öffentlichkeit normalerweise verborgen ist, wird am 11. April erlebbar. Zum „Tag der Logistik“ lädt die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) wieder ein, ihre Terminals zu erkunden. Diesmal öffnen die Anlagen am Nordlandkai, in Schlutup und am Skandinavienkai ihre Pforten.

Den Anfang macht der Skandinavienkai, dort beginnt die Führung um 9:30 Uhr. Am Terminal Schlutup bricht die Besuchergruppe um 12:30 Uhr auf, und am Nordlandkai startet die Informationstour um 14 Uhr.

Es gibt viel zu sehen, denn die Arbeit ruht nie, auch wenn gerade kein Schiff an den Kaianlagen liegt. Tag für Tag kümmern sich LHG-Beschäftigte darum, ihren Hafenteil am Laufen zu halten. Sie beladen und löschen Schiffe, verladen tonnenschwere Papierrollen, machen Neufahrzeuge versandbereit, lotsen Passagiere zu ihren Schiffen und vieles mehr.

Nicht nur der Wasseranschluss spielt im Hafen eine Rolle. Auch auf der Schiene werden Güter transportiert: Am Umschlagterminal der LHG-Tochtergesellschaft Baltic Rail Gate hieven Portalkräne täglich rund 250 Sattelauflieger und Container auf spezielle Waggons. Auch davon können sich Besucher am Tag der Logistik ein Bild machen. Interessierte melden sich an unter www.tag-der-logistik.de.

Hintergrund: Ganz Europa ist mit dabei      

Unter dem Motto „Logistik macht’s möglich“ rücken am Tag der Logistik am 19. April in ganz Deutschland und darüber hinaus wieder logistische Leistungen für einen Tag in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Der Tag der Logistik ist eine Initiative der gemeinnützigen Bundesvereinigung Logistik (BVL), die von zahlreichen Organisationen, Verbänden, Bildungseinrichtungen und Unternehmen unterstützt wird.

Gerüstet für den Fall der Fälle


28.03.2019

Wasserschutzpolizei und LHG üben gemeinsam den Ernstfall

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(Lübeck, 28.03.2019) Das Szenario: Ein Mitarbeiter der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) am Seelandkai stellt fest, dass aus einem Container eine unbekannte Flüssigkeit heraustropft. Er verständigt Kollegen. Innerhalb weniger Minuten bauen sie eine mobile Gefahrgutwanne auf und sperren den Bereich ab. Sie setzen den Problem-Container in die Wanne, die nun die auslaufende Flüssigkeit auffängt. Wasserschutzpolizei (WSP) und Feuerwehr sind bereits alarmiert.

Ein inszenierter Zwischenfall, der sich so tagtäglich in jedem Umschlaghafen abspielen kann. „Es ist wichtig, solche Situationen ständig zu üben. Zu meinen Aufgaben gehört es, unsere Beschäftigten im Hafen regelmäßig zu schulen und sie praxisnah üben zu lassen, “ erklärt Jörg Eilers, Sicherheitsfachkraft der LHG. Diesmal wurde aber nicht nur trainiert, sondern auch gefilmt. Die WSP brauchte neues Filmmaterial für ihre Schulungen. Sie hielt alles, was sich am Seelandkai abspielte, auf einem Video fest. Um es richtig anschaulich zu machen, wurden eigens ein paar Fehler eingebaut.

Nächster Schnitt. Zwei Feuerwehrleute legen Chemie-Schutzanzüge an. Gezeigt wird, wie der Container geöffnet wird. Die WSP achtet darauf, dass alle anderen Beteiligten ausreichenden Abstand zur Unfallstelle halten. Als sich herausstellt, dass mehrere Fässer im Container beschädigt sind, beginnt die Umladung in Bergeverpackungen.

Dabei wird entdeckt, dass die Aufkleber auf den Fässern falsch sind; ein menschlicher Fehler, den die WSP bei ihren Kontrollen häufig erlebt. In der inszenierten Übung hat jemand angeblich Gas in Fässer verladen – so geht es nicht.

Abschließende Tatbestandsaufnahme: Nach erfolgreicher Bekämpfung des „Unfalls“ ist geklärt, was geschehen und wer dafür verantwortlich ist. Die Ladung war nicht ordnungsgemäß gesichert, durch die Bewegungen des Containers im Hafen ist sie umgefallen. Die falschen Aufkleber hat der Absender angebracht.

Polizeihauptkommissarin Svea Schadowski, Leiterin des Hafensicherheitsdienstes der WSP, zeigt sich zufrieden: „Übungen wie diese sind wichtig – für alle Beteiligten. Eine gute Zusammenarbeit entsteht nicht von allein. Gerade bei Ernstfällen mit gefährlichen Stoffen ist es wichtig, schnell und sicher alle erforderlichen Maßnahmen einzuleiten.“

LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens betont: „Wir sind gut aufgestellt, was Gefahrgut im Hafen betrifft. Was jetzt eine Übung war, kann schnell ernst werden. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“