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Mengen auf hohem Niveau: LHG geht gestärkt ins neue Jahr


04.01.2022

Gesamtleistung knapp sechs Prozent über Vor-Coronajahr 2019

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(Lübeck, 04.01.2022) Das war ein insgesamt gutes Jahr: Im Vergleich zu dem maßgeblichen Vor-Coronajahr 2019 sind die Umschlagmengen der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), einschließlich der vermieteten Terminals, nach den vorläufigen Hochrechnungen mit rund 23,7 Millionen Tonnen um knapp sechs Prozent gestiegen*. Hierbei und im Folgenden werden die Vergleichswerte 2021/2019 zugrunde gelegt, da der LHG ein Vergleich mit dem Corona-Ausnahmejahr 2020 nicht aussagekräftig genug erscheint. Zugelegt hat vor allem der RoRo-Bereich, während sich die Zahlen im beschäftigungsintensiven Bereich Forstprodukte weiter nach unten entwickelt haben.

Gegenüber 2019 hat dabei die Zahl der Lkw mit rund 5,5 Prozent (rund 402.000 Lkw) und Trailer mit rund 8 Prozent (knapp 380.000 Einheiten) deutlich angezogen. Die Menge der Neufahrzeuge hat sich mit neu akquirierten Mengen unter Berücksichtigung einer grundsätzlichen Marktschwäche um erfreuliche 25 Prozent (rund 87.300 Kfz) erhöht. Vom RoRo-Wachstum profitierte auch die LHG-Tochter Baltic Rail Gate. Über 126.000 Einheiten wurden am Intermodal Terminal am Skandinavienkai umgeschlagen, das ist ein neuer Bestwert.

Der Reiseverkehr zog wieder an, hat aber aufgrund der bestehenden Corona-Restriktionen bei weitem noch nicht wieder das Niveau von 2019 erreicht.

Im Stammgeschäft – Forstprodukte, Karton und Papier – musste die LHG allerdings wie erwartet mit insgesamt 24,6 Prozent (knapp 1,3 Mio. Tonnen) weitere Rückgänge hinnehmen. Der fortschreitende Strukturwandel in diesem Bereich ging über die ohnehin schon negativen Erwartungen hinaus. Dabei konnte die positive Entwicklung im Umschlag von Zellulose und Holz den drastischen Verlust im beschäftigungsintensiven Segment Papier nur geringfügig kompensieren. Die strukturell bedingten Mengenrückgänge in diesem Bereich werden sich fortsetzen. Vor diesem Hintergrund hat es sich als strategisch richtig erwiesen, den Umschlag von Forstprodukten an den Terminals Skandinavienkai und Schlutup zu konzentrieren. Das Unternehmen wird das Projekt Umstrukturierung in allen Bereichen fortsetzen müssen.

LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens zeigt sich insgesamt zufrieden: „Die Zahlen beweisen, dass wir beim Umbau unseres Unternehmens auf dem richtigen Weg sind. Vor allem freut uns, dass wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden nahtlos an das Jahr 2019 anknüpfen und die Leistung weiter erfolgreich steigern konnten. Es bleibt aber noch viel zu tun.“

 

*Die LHG hat sich entschlossen, als maßgebliche Vergleichsgröße zur Leistung 2021 das Vor-Coronajahr 2019 zu nehmen. Gegenüber dem Vorjahr 2020 betrugen die Umschlagmengen im Vergleich zu 2021 (in Prozent): + 8, RoRo-Bereich + 8,1, LKW + 7,5, Neufahrzeuge + 4, Forstprodukte -19,2.

Klemke heuert im Lübecker Hafen an


02.12.2021

Lübecker Hafen-Gesellschaft verpflichtet neuen Leiter für Marketing und Vertrieb

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(Lübeck, 02.12.2021) Tobard Jan Klemke (46) übernimmt zum 1. Januar die Leitung des Bereichs Marketing und Vertrieb bei der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG). Der diplomierte Wirtschaftsingenieur (FH) verfügt über langjährige Erfahrung in der maritimen Wirtschaft. Die letzten 13 Jahre arbeitete er bei der Ostseereederei Scandlines in leitender Funktion im Vertrieb.

Klemke übernimmt den Posten von Ortwin Harms, der im April in die Geschäftsführung der LHG aufrückte. Vor seinem Eintritt bei Scandlines war Klemke mehrere Jahre bei einem Unternehmen der dänischen Containerreederei Maersk in Hamburg tätig. Durch sein Engagement bei zwei Reedereien, die in ihren Fahrtgebieten eine maßgebliche Rolle spielen, ist Klemke hervorragend in der maritimen Szene vernetzt.

Ehrenamtlich engagierte er sich längere Zeit als Vorstandsmitglied der Vereinigung der Lübecker Schiffsmakler. Mit seiner Frau und zwei Kindern lebt Klemke in Lübeck.

Simply the best


Bild: IHK zu Lübeck

02.12.2021

Auszubildender der LHG erzielt landesweit bestes Prüfungsergebnis

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(Lübeck, 02.12.2021) Aus den Reihen der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) stammt ein preisgekrönter Auszubildender: Jesse Matti Hanisch, der nach drei Jahren die Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistik abgeschlossen hat, gehört zu den besten Nachwuchskräften des Landes. Nicht nur in Lübeck, sondern in ganz Schleswig-Holstein hat er die beste Abschlussnote in diesem Fach erzielt.

Sein hervorragendes Ergebnis würdigte zunächst die IHK zu Lübeck im Rahmen einer Feier. Es folgte eine Ehrung in Büdelsdorf, bei der Hanisch als Landesbester ausgezeichnet wurde. Seine Ausbildung absolvierte er bei der LHG. Die vielfältigen Anforderungen und das internationale Flair, das der Hafenstandort Lübeck mit sich bringt, trugen zu seinem Wunsch bei, auch nach Ausbildungsende weiter in der maritimen Welt tätig zu sein. Mittlerweile arbeitet Hanisch bei der LHG-Tochter European Cargo Logistics (ECL). Dort kann er sowohl seine Kenntnisse im Speditions- und Logistikbereich als auch seine Hafenerfahrung sehr gut einbringen.

„Die Ausbildungszeit bei der LHG habe ich sehr genossen. In allen Bereichen hatte ich mit hilfsbereiten Kollegen zu tun, die mir nicht nur fachlich etwas beigebracht, sondern mir auch Spaß an der Arbeit vermittelt haben“, erklärt Jesse Hanisch. Ihm zur Seite stand Mirjam Röglin, Ausbildungskoordinatorin der LHG: „Immer mehr junge Menschen wünschen sich eine Ausbildung, die nicht nur im Büro stattfindet. Bei uns können sie in alle Bereiche hineinschnuppern, lernen die Hafenterminals kennen und kommen viel herum. Ein Ausbildungsplatz im Hafen ist sehr beliebt!“

Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der LHG, ergänzt: „Wir freuen uns mit Jesse Hanisch über diese tolle Leistung. Das Thema Aus- und Weiterbildung genießt bei uns einen hohen Stellenwert. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Engagement und Herzblut alle Beteiligten dabei sind.“

In diesem Jahr haben mehr als 3 000 junge Menschen unter erschwerten Bedingungen ihre duale Ausbildung in Schleswig-Holstein beendet. Die Hälfte ihrer Lehrzeit war geprägt durch Einschränkungen, die die Pandemie mit sich brachte. Umso höher ist ihre Leistung zu bewerten.

Signale stehen auf grün: LHG-Tochter erweitert Netzwerk


01.12.2021

ECL nimmt weitere Ganzzugverbindung nach Italien auf

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(Lübeck, 01.12.2021)  Im Lübecker Hafen steigen die Mengen, die auf dem Schienenweg befördert werden. Zum Wachstum trägt auch die LHG-Tochter European Cargo Logistics (ECL) bei. Die Spedition mit Schwerpunkt intermodale Verkehre hat Ende November einen weiteren Italienverkehr gestartet. Das neu angeschlossene Terminal steht in Melzo, nahe bei Mailand. Der norditalienische Industriestandort ist zunächst zweimal wöchentlich mit Lübeck und somit zahlreichen Ostseehäfen verbunden.

Das ECL-Netzwerk wächst stetig. Die Hauptrennstrecken im Portfolio mit insgesamt 27 Abfahrten pro Woche und Richtung sind die Verbindungen von und nach Verona, ebenfalls Norditalien, sowie Ludwigshafen und Duisburg. „Der Trend geht immer mehr zu klimafreundlichen Transporten, und er hilft uns natürlich sehr dabei, unser Verbindungsnetz auf der Schiene kontinuierlich weiter auszubreiten und zu verdichten“, stellt ECL-Geschäftsführer Jörg Ullrich fest. „Global agierende Spediteure fragen gezielt neue Linien bei uns an. Gemeinsam lässt sich viel auf die Beine stellen.“

Zuletzt hatte ECL die Fühler in Richtung Baltische Staaten ausgestreckt. Mit einem lettischen Partner betreiben die Lübecker seit Kurzem eine Verbindung zwischen Liepāja und Riga. Somit können sie Transportketten anbieten, die zum Beispiel von Süditalien bis in die lettische Hauptstadt führen.

Berufsgenossenschaft ehrt Lübecker Hafenarbeiter


Bild: BGHW

29.11.2021

Vier Beschäftigte der LHG erhalten für Rettungsaktion hohe Auszeichnung

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(Lübeck, 29. November 2021) Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) hat vier Hafenarbeiter der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde in Mannheim zur „Goldenen Hand“ ehrte die BGHW sie für ihre Erste-Hilfe-Leistungen.

Anfang des Jahres hatten aufmerksame LHG-Mitarbeiter einen Kollegen gerettet, der beim Löschen eines Schiffes bei Dunkelheit ins Wasser gestürzt war. Durch ihr beherztes Eingreifen schafften die vier es, den Mann innerhalb weniger Minuten mit einer Rettungsschleife aus dem Wasser zu ziehen. Wäre der Sturz unbeobachtet geblieben, hätte ihr Kollege es nicht allein an Land geschafft.

Es war ein ganz normaler Winterabend im Januar. Gegen 19:30 Uhr bereiteten sich die Männer der zweiten Schicht am Terminal Schlutup darauf vor, ein RoRo-Schiff zu löschen, Routine. Die ersten Geräte fuhren über die Rampe, der Vormann sichtete die Lage an Bord. Ein Kollege, der die Gerätefahrer einweist, machte sich auf den Weg zum Oberdeck, da passierte es. Er stürzte ins Wasser, zwischen Ponton und Schiff, überdeckt von der RoRo-Rampe, und verschwand in völliger Dunkelheit.

Ein aufmerksamer Staplerfahrer auf der Landseite reagierte sofort und leitete eine Rettungskette ein. Mehrere Kollegen eilten ihm zur Hilfe, gemeinsam bargen sie den Mann mit Hilfe einer Rettungsstange aus dem Wasser. Den Verunglückten in seiner kompletten, vollgesogenen Montur über die Kaikante zu ziehen, erforderte große Kräfte. Einsatzkräfte der Feuerwehr übernahmen den Rest. Der Einweiser erlitt Abschürfungen und Prellungen, kam aber ansonsten mit dem Schrecken davon.

Die BGHW würdigte den mutigen Einsatz der Helfer als beispielhaftes und besonnenes Verhalten. Karsten Brüning, Terminalleiter Schlutup, ergänzt: „Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung. Unsere Männer haben mutig und ohne zu zögern gehandelt. Das war für sie ganz selbstverständlich. Die Ehrung wird sie noch lange an diese Rettung erinnern.“ Der Mitarbeiter, der den Vorfall beobachtet hatte und als erster zur Stelle war, hat in der Vergangenheit bereits zwei weiteren Kollegen das Leben gerettet. „Er hat ein Auge für gefährliche Situationen. Gemeinsam mit ihm in einer Schicht zu arbeiten ist sehr beliebt,“ erklärt Brüning mit einem Augenzwinkern.

Finnland und Lübeck wieder vereint


10.11.2021

Deutsch-Finnischer Hafentag in Lübeck lockte über 300 Gäste an

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(Lübeck, 10.11.2021) Nach pandemiebedingter Pause kam es gestern Abend in Lübeck zur Neuauflage des Deutsch-Finnischen Hafentages (DFHT). Gastgeber waren Bernd Jorkisch, Honorarkonsul der Republik Finnland in Lübeck, Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) sowie die Hansestadt Lübeck. Über 300 Logistikbegeisterte folgten ihrer Einladung in der Musik- und Kongresshalle (MuK). Sie befassten sich mit zeitgemäßen Themen wie Nachhaltigkeit in der maritimen Wirtschaft und europäische Zusammenarbeit im Ostseeraum.

Zu den Rednern zählte unter anderem Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Erst kürzlich hatte er in einer Regierungserklärung hervorgehoben, dass Schleswig-Holstein die Zusammenarbeit im Ostseeraum verstärken wolle und den Ostseeraum als Chancenregion begreife. Per Videobotschaft meldeten sich der finnische Minister für Verkehr und Kommunikation, Timo Harakka sowie sein Kollege Thomas Blomqvist zu Wort, Minister für nordische Zusammenarbeit. Ville Haapasaari, Hafenchef in Helsinki, hielt den Hauptvortrag des Abends.

Dabei hob Haapasaari unter anderem die traditionell guten Beziehungen zwischen den finnischen Häfen und Lübeck hervor: „Es werden nicht nur Güter und Passagiere befördert, sondern auch die Verbindungen zwischen Wirtschaft und Menschen sind stark. Dies spiegelt sich auch in der engen Zusammenarbeit zwischen unseren Häfen wider, in der wir ähnliche Dienste, Prozesse und Infrastrukturen auf beiden Seiten der Ostsee entwickeln.“

Auch auf die Auswirkungen der Pandemie ging Haapasaari ein. Das Hauptaugenmerk habe darauf gelegen, Transporte und Hafenbetrieb sicherzustellen, um die Gesellschaft funktionsfähig zu halten. „Ich denke, dass das den Ostseehäfen insgesamt gut gelungen ist. Auf mögliche weitere Pandemien sind wir viel besser vorbereitet.“ Was den Klimawandel beträfe, so stellte Haapasaari fest: „Für einen funktionierenden Hafen im Herzen der Stadt ist die Unterstützung der umliegenden Gemeinden von entscheidender Bedeutung. Ohne diese „gesellschaftliche Betriebserlaubnis“ könnten Häfen und deren Verkehre gefährdet sein. Dies gibt den Unternehmen eine klare Motivation, sich auf diese Maßnahmen zu konzentrieren. Wir Häfen wollen Teil der Lösung für den Klimawandel sein.“

Finnland treibt den ökologischen und digitalen Wandel im Land an und hat das Ziel, 2035 klimaneutral zu sein. Die EU hat dazu bereits 2,1 Milliarden Euro aus dem Aufbauplan „NextGenerationEU“ avisiert. Damit plant das Land, in Schifffahrt, Cybersicherheit, Digitalisierung, Gesundheitstechnologie und Nachhaltigkeit zu investieren.

Auf dem weiteren Programm standen Podiumsdiskussionen zu den Themen „Nachhaltige Hafenlogistik“ und „Europäische Zusammenarbeit“. Zu den Teilnehmenden zählten die finnische Botschafterin Anne Sipiläinen, Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Buchholz sowie Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau.

Der finnische Honorarkonsul Bernd Jorkisch, der die Ostsee als Zukunftsregion sieht, wies auf die Bedeutung der deutsch-finnischen Beziehungen hin: „Deutschland bleibt der wichtigste Handelspartner Finnlands, auch wenn es mit einem bilateralen Handelsvolumen von 17,2 Milliarden Euro im Jahr 2020 einen pandemiebedingten Rückgang gab. Und Lübeck spielt dabei durchaus eine wichtige Rolle.“ Denn der Lübecker Hafen bildet für den Warenverkehr zwischen Finnland und Zentraleuropa einen wichtigen Brückenkopf. Mittlerweile sind elf finnische Häfen mit den Anlagen der LHG verbunden. Bis zu 1 600 Schiffsanläufe aus Finnland werden pro Jahr gezählt.

Dem Abendereignis vorgeschaltet war eine Tagung mit Fachvorträgen und Workshop am Vormittag. Unter dem Dachbegriff „Technik und Klimawandel“ referierten Vertreter von Siemens, Nokia und der Telekom. Anhand von Fallbeispielen beleuchteten sie die Themen 5G-Technologie in der Logistik sowie „Digitaler Zwilling“ und Künstliche Intelligenz. Die Ergebnisse des Workshops wurden später beim DFHT vorgestellt. „Die Tagung gewinnt von Jahr zu Jahr an Format“, freute sich LHG-Chef Sebastian Jürgens. „Dort können wir unsere Forschungsprojekte mit Fachleuten diskutieren und gleichzeitig von deren „Best Practice“ lernen. Einige dieser Projekte führen wir gemeinsam mit unseren finnischen Partnern durch.“

 

Beide Veranstaltungen in der MuK fanden unter „3G-Bedingungen“ statt.

 

 

Kräne unter Volldampf: Baltic Rail Gate nimmt Kurs auf neue Bestmarke


01.11.2021

Intermodalterminal krant hunderttausendste Ladeeinheit

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(Lübeck, 01.11.2021) Im Lübecker Hafen vibrieren die Schienen. Am Intermodalterminal, das direkt am Skandinavienkai beheimatet ist, hat die LHG-Tochter Baltic Rail Gate (BRG) schon Mitte Oktober den hunderttausendsten Ladebehälter gekrant. So früh wie nie zuvor! In den vergangenen beiden Jahren war es im November so weit: 2019 knackte das Unternehmen die Marke zum ersten Mal; 2020 klappte es erneut, trotz zwischenzeitlicher Corona-Einbrüche. Seit Eröffnung des Terminals 2003 hat BRG insgesamt rund 1,5 Millionen Einheiten umgeschlagen. 2021 ist stark mit einer neuen Jahresbestleistung zu rechnen.

Um den steigenden Mengen gerecht zu werden, setzt BRG zunächst auf die Ausweitung des Schichtbetriebes. Bereits im Frühjahr richtete Geschäftsführerin Antje Falk testweise eine Nachtschicht ein. „Damit erhöhen wir nicht nur die Kapazität der Anlage, sondern auch die Qualität. Wir können Fahrpläne entzerren und weitere Fähranschlüsse bedienen. Speditionen bekommen somit einen größeren Spielraum, wenn sie Transporte im Ostseeraum disponieren“, erklärt Antje Falk. Auf längere Sicht reiche das aber nicht aus. „Die Pläne stehen schon länger, im kommenden Jahr werden wir unsere sechs Gleise um 140 Meter verlängern. Die Arbeiten werden 2023 abgeschlossen sein.“ Die Rechnung lautet: Längere Gleise, längere Züge, höhere Leistungsfähigkeit.

Über Baltic Rail Gate sind zurzeit die deutschen Destinationen Ludwigshafen, Duisburg, Herne, Hamburg sowie Verona und Novara in Norditalien zu erreichen. Wöchentlich kommt das Intermodalterminal auf rund 50 Abfahrten.

LHG-Tochter ECL schaut nach Osten


30.09.2021

Intermodales Netzwerk wächst mit der neuen Schienenverbindung Liepāja – Riga

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(Lübeck, 30. September 2021)  European Cargo Logistics (ECL) baut ihr „One-Stop-Shop“-Netzwerk aus. Neu im Intermodal-Portfolio der speditionellen Tochter der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) ist die Destination Riga. In Kooperation mit dem lettischen Dienstleister LDZ Logistics (LDZ) bietet ECL eine Ganzzugverbindung zwischen Liepāja und Riga für unterschiedliche Trailertypen an. Dazu gehören auch nicht kranbare Auflieger und Gefahrgut-Einheiten. Außerdem kümmert sich ECL im Bedarfsfall um den Nachlauf. Partnerin auf der Seeseite ist die schwedische Reederei Stena Line.

Tobias Behncke, der bei ECL den Intermodalbereich verantwortet, erklärt: „Die Seeverbindung zwischen Lübeck und Liepāja ist mit sieben Abfahrten pro Woche und Richtung sehr leistungsstark. Wir binden nun Riga daran an. Es gibt vielversprechende Ansätze mit unserem Partner LDZ, die Linie weiter auszubauen; der Markt zeigt sich sehr interessiert. Zudem unterstützen wir uns gegenseitig bei der Vermarktung unserer Produkte.“

Die Zugverbindungen harmonieren mit den Fährplänen der Stena Line zwischen Lübeck-Travemünde und Liepāja. Die Züge verkehren zurzeit Freitagabend ab Liepāja, Ankunft Riga am Folgetag. Retour geht es am Sonntag. Noch befindet sich das Projekt in der Testphase, doch ECL-Partner LDZ strebt an, den Fahrplan schon bald zu erweitern. Dabei agiert der Intermodaldienstleister sehr flexibel. Fahrpläne und weitere Haltepunkte können je nach Auftragsvolumen individuell gestaltet werden.

Die LHG-Tochter ECL hat sich in den letzten zehn Jahren erfolgreich als Intermodal-Operateur von und nach Skandinavien etabliert. Mit ihrem „One-Stop-Shop“-Netzwerk verknüpft sie über den Lübecker Hafen alle Ostseeanrainerstaaten mit den Industriezentren Duisburg, Ludwigshafen und Verona. Hinzu kommen zahlreiche Anschlussverbindungen.

Travemünder Skandinavienkai bekommt eigene Pooltankstelle


24.09.2021

24/7-Betrieb für LKW

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(Lübeck, 24.09.2021) Auf dem Gelände der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) hat die Tankkette „tankpool24“ eine neue Station eröffnet. Auf dem sogenannten Wochenwechselplatz, der noch vor der Zufahrt zum Terminal Skandinavienkai liegt, können LKW-Fahrer nun rund um die Uhr wahlweise Diesel oder AdBlue tanken. Auch für gewerblich genutzte Pkw sind zwei Zapfsäulen vorgesehen. Gezahlt wird ausschließlich mit speziellen Tankkarten.

„Das ist eine tolle Sache für alle Spediteure, die über unseren Hafen disponieren“, freut sich Kristof Renken, Projektleiter der LHG-Service Gesellschaft. „Eine Tankstelle fehlte uns noch in unserem Portfolio. Sie ist ein Baustein, der den Standort weiter stärkt.“ Der Betreiber Staack unterhält bereits drei weitere tankpool24-Stationen im Großraum Lübeck. Jürgen Kreyer (Bild), Leiter der Tankstellentechnik, blickt entsprechend optimistisch in die Zukunft: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass das Angebot gut ankommt. Am ersten Wochenende haben wir bereits an bestehende Kunden aus dem In- und Ausland über 8 000 Liter Diesel und 500 Liter AdBlue abgegeben. Zudem konnten wir mit einem benachbarten Logistikanbieter einen neuen Abnehmer gewinnen. Für ihn ist das fast wie eine Hoftankstelle.“

Auf demselben Gelände ist auch eine LNG-Tankstation in Planung. Sie soll mit einer separaten Zufahrt ausgestattet werden. Den Baustart erwartet die LHG in den kommenden Monaten.

Hintergrund: Der Verbund „tankpool24“ ist ein Zusammenschluss von 19 mittelständischen Mineralölhändlern. In Deutschland betreiben sie über 700 Tankstellen, hinzu kommen mehr als 1 000 im Ausland. Sie liegen direkt an Autobahnen, Bundesstraßen und in Gewerbegebieten.

Ruhrpott und Ostsee rücken noch enger zusammen


Fotograf: Lars-Kristian Brandt

03.09.2021

Kombiverkehr bietet ab Lübeck tägliche Abfahrten nach Herne an

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(Lübeck, 30.08.2021) Die Frankfurter Kombiverkehr KG reagiert auf die steigenden Mengen an den Terminals der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG). Seit Kurzem bietet der Kombidienstleister eine weitere tägliche Verbindung zwischen Ruhrgebiet und Ostsee an. Das neue Angebot zwischen Lübeck und Herne ergänzt die Rennstrecke Lübeck – Duisburg, die mit elf Abfahrten pro Woche und Richtung ein Magnet für Spediteure ist.

Auf Lübecker Seite sorgt Baltic Rail Gate, Tochtergesellschaft der Kombiverkehr und der LHG, für einen reibungslosen Ablauf. Das Intermodalterminal be- und entlädt pro Woche jeweils rund 50 Züge. „Wir freuen uns, dass unser Netzwerk durch eine weitere Destination bereichert wird. Damit sind wir noch besser mit dem Ruhrgebiet verbunden“, so Antje Falk, Geschäftsführerin von Baltic Rail Gate.

Die neue Herne-Verbindung ist sehr beliebt; die Slots sind von Woche zu Woche sehr gut gebucht. Davon profitiert auch European Cargo Logistics (ECL), die Intermodaltochter der LHG. Gemeinsam mit Kombiverkehr befrachtet sie die Linie Lübeck – Duisburg und hat nun mehr Spielraum, der starken Nachfrage ihrer Kunden in Richtung Ruhrgebiet zu begegnen.