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Skandinavienkai und Schlutup: cbaMED und LHG öffnen neue Schnelltestzentren



19.04.2021

An zwei Standorten können sich Interessierte kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen

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(Lübeck, 19.04.2021)  Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) bietet ihren Beschäftigten regelmäßig einen Antigen-Schnelltest an. Mit der Durchführung hat sie das Bad Schwartauer Unternehmen cbaMED beauftragt. Zweimal pro Woche rückt ein medizinisch geschultes Team an und testet an den Kaianlagen.

LHG und cbaMED möchten das künftig auch Menschen ermöglichen, die nicht im Hafen arbeiten. Ab Freitag entstehen zwei neue Teststationen, eine im Hafenhaus, eine weitere in Schlutup. Jeder Bürger kann sich dort kostenlos testen lassen. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird darum gebeten, vorab unter www.coronatest-luebeck.de einen Termin zu reservieren.

Die Geschäftsführer von LHG und cbaMED, Sebastian Jürgens und Carsten Stern, freuen sich, auf diese Weise der Lübecker Bevölkerung weitere kostenfreie Testmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Testzentrum Hafenhaus: dienstags 9 - 13 Uhr, freitags 9 – 13 Uhr, Adresse: Zum Hafenplatz 1, 23570 Lübeck-Travemünde, Haupt-Eingang, Untergeschoss.

Testzentrum Terminal Schlutup: freitags 13 – 17 Uhr; Fabrikstraße 12 – 20, 23568 Lübeck-Schlutup; Fahrzeuge bitte an der Straße parken. Eingang: „rote Villa“.

Die gängigen Hygienevorschriften sind zu beachten (Abstand, Hygiene, Atemmasken).

Harms wird zweiter Geschäftsführer der LHG


Sebastian Jürgens (links) und Ortwin Harms

15.03.2021

Fokus auf Personalstrategie und Tarifpolitik

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(Lübeck, 12.03.2021)  Der Aufsichtsrat der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) hat in seiner heutigen Sitzung empfohlen, Ortwin Harms (62, rechtes Foto) mit Wirkung zum 1. April 2021 zum zweiten Geschäftsführer der Gesellschaft zu bestellen. Sebastian Jürgens, bisheriger Alleingeschäftsführer, wird gleichzeitig Sprecher der Geschäftsführung.  

„Es freut mich, dass der Aufsichtsrat meiner Empfehlung gefolgt ist und die Geschäftsführung stärkt. Die Folgen der Covid-19-Pandemie stellen für die LHG während der laufenden Restrukturierung eine besondere Herausforderung dar. Personalstrategie und Tarifpolitik sind für die Zukunft der LHG von entscheidender Bedeutung. Mit Prof. Dr. Jürgens und Ortwin Harms haben wir zwei Führungspersönlichkeiten, die die LHG zukunftsfähig ausrichten werden“, so Bürgermeister Jan Lindenau als Hauptgesellschaftervertreter der LHG.

Harms wird sich neben seiner bisherigen Verantwortung für Marketing und Vertrieb schwerpunktmäßig mit Personalstrategie und Tarifpolitik befassen. Diese beiden Bereiche haben vor dem Hintergrund des laufenden Zukunftssicherungsplans eine ganz besondere Bedeutung für das Unternehmen. Im Ressort von Jürgens sind die Bereiche Betrieb, Technik, Finanzen und Digitalisierung sowie die strategische Umstrukturierung der LHG.

Harms, Kapitän auf Großer Fahrt mit Patent, verfügt über langjährige und umfassende Erfahrung im Unternehmen. Vor rd. 30 Jahren trat er in die LHG ein und war zunächst an der Kaikante als „Schuppenvorsteher“ tätig. 1996 übernahm er die Leitung des Konstinkais und später die des Nordlandkais. 2009 wechselte Harms in die Zentrale der Gesellschaft und ist seitdem für den Bereich „Marketing und Vertrieb“ verantwortlich. In dieser Eigenschaft gehört er bereits zur Geschäftsleitung des Unternehmens und vertritt Jürgens regelmäßig.

Landstrom im Lübecker Hafen


Bild: Heimbach, Kombiverkehr

08.03.2021

EU fördert Klimaprojekt

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(Lübeck, 05.03.2021) Lübeck macht sich erneut für den Landstrom stark: Die Hansestadt, vertreten durch die Lübeck Port Authority (LPA), die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) als Konsortialführerin sowie der „Port of Helsinki“ erhalten insgesamt bis zu 3,4 Millionen Euro aus dem EU-Programm „Connecting Europe Fazilität für Verkehr (CEF), Schwerpunkt Motorways of the Sea (MoS)“.

Ihr gemeinsames Projekt „MoS Hansalink2“ sieht schwerpunktmäßig vor, dass die Häfen Helsinki und Lübeck an jeweils zwei Anlegern Landstromanlagen errichten. Schiffe der Reederei Finnlines, die im Fährverkehr zwischen dem Lübecker Terminal Skandinavienkai und dem finnischen Hafen Helsinki-Vuosaari pendeln, können in der Zukunft während ihrer Liegezeit auf Schiffsdiesel verzichten und stattdessen auf umweltschonenderen Landstrom zugreifen.

Der ist in Lübeck nicht neu: Bereits 2008 konnten Frachtschiffe am Nordlandkai an die Steckdose gehen. Doch es blieb bei diesem einen Feldversuch, denn der an Bord erzeugte Strom ist umweltbelastender, aber deutlich günstiger. Die Häfen Lübeck und Helsinki werden nun untersuchen, wie sich aus heutiger Sicht Umweltschutz, Rentabilität und infrastrukturelle Gegebenheiten an Land und an Bord „unter einen Hut“ bringen lassen. 

Das im Februar 2020 aufgelegte deutsch-finnische Projekt soll 2023 abgeschlossen werden. Die Projektpartner haben fest im Visier, klimaschädliche Treibhausgasemissionen in ihren Regionen zu reduzieren. „Mit den beiden Anlagen starten wir den ‚Klimaschutzplan Hafen‘, den der kürzlich verabschiedete Hafenentwicklungsplan 2030 vorsieht“, erklärt Guido Kaschel, Leiter der LPA. Sie werden allen Reedereien an den beiden Standorten offenstehen.

Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der LHG ergänzt: „Wir sind überzeugt davon, dass umweltschonender Landstrom im Fährverkehr sinnvoll eingesetzt werden kann. Das ist praktischer Umweltschutz. Zugleich spiegelt das Projekt die Partnerschaft zwischen den Häfen Lübeck und Helsinki, die nicht nur auf diesem Feld innovativ zusammenarbeiten.“ Mit ihrem CEF-Programm will die EU Kurzstreckenseeverkehre nachhaltiger und effizienter gestalten. Neben Landstromanlagen fördert sie auch neue Gatesysteme in den Häfen. Der LPA wurden dafür 1,8 Millionen zugesprochen, die LHG erhält bis zu 940 000 und der Hafen Helsinki rund 690 000 Euro. Die Reederei Finnlines wirkt als assoziierte Partnerin mit.

Neue Linienverbindung von Lübeck nach Finnland


Foto: WSAB

18.02.2021

Wallenius SOL verbindet Lübeck mit Vaasa

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(Lübeck, 17. Februar 2021)  Lübeck ist seit Kurzem mit einem weiteren finnischen Hafen verbunden. Die Reederei Wallenius SOL (WSAB) hat die Anlagen der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) nordgehend in einen Rundlauf zwischen Finnland und Antwerpen aufgenommen. Einmal wöchentlich machen wechselweise die Schiffe „Fionia Sea“ und „Jutlandia Sea“ am Terminal Skandinavienkai fest. 

Die beiden Schiffe kommen jeweils aus Nordfinnland und laufen zunächst die Nordseehäfen Zeebrügge bzw. Antwerpen an. Auf der Rücktour nehmen sie in Lübeck Ladung auf und steuern danach den finnischen Hafen Vaasa an. Ladungsschwerpunkt sind Sattelauflieger. Auch Stück- und Schwergut spielen eine Rolle. 

Darüber hinaus setzt WSAB im Pool drei Schiffe der „T-Klasse“ – „MS Tavastland“, „MS Thuleland“ und „MS Tundraland“ – für zwei wöchentliche Anläufe zu den Terminals Schlutup und Nordlandkai ein. Die Schiffe löschen dort überwiegend Forstprodukte.

LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens: „Das stärkt unsere Partnerschaft mit WSAB und gleichzeitig unser Liniennetz. Wir sind nun mit insgesamt neun finnischen Häfen verbunden; das macht uns so schnell kein anderer Ostseehafen nach.“

5G im Lübecker Hafen


01.02.2021

LHG erhält Bundesmittel für Projekt „Baltic Future Port“

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(Lübeck, 01.02.2021) Nun ist es amtlich: Für das Projekt „Baltic Future Port“ kann die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) in den nächsten drei Jahren Bundesmittel in Höhe von bis zu 512.000 Euro erhalten. Gemeinsam mit anderen Lübecker Partnern hatte sie am 5G-Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) teilgenommen. Das Gesamtprojekt hat einen Umfang von 3,6 Millionen Euro.

In Lübeck hatte sich dazu eine Allianz mit dem Schwerpunkt Hafen gebildet und das Projekt „Baltic Future Port“ entwickelt. Die Hansestadt Lübeck fungiert dabei als Konsortialführerin. Zu den weiteren Partnern gehören neben der LHG die Technische Hochschule Lübeck, Travekom, die Lübeck Port Authority (LPA), die LHG-Tochter Baltic Rail Gate (BRG) sowie die Reederei TT-Line.

Die LHG möchte im Rahmen des Projektes am Skandinavienkai mit Hilfe der 5G-Technologie vor allem die Umschlagprozesse beschleunigen und sicherer machen. Hierzu hat sie einige Teilprojekte aufgesetzt. So soll unter anderem eine „Eisenbahn-Scanninganlage“ Bahn- und Umschlagdaten schneller und zuverlässiger in die verschiedenen Datensysteme der am Bahnprozess Beteiligten einspeisen. Beim Laden und Löschen der Schiffe soll die Qualität der mobilen Datenerfassung optimiert werden.

Künstliche Intelligenz soll beim Ein-und Auslagern von Forstprodukten helfen. Dazu wird ein „aktiver digitaler Zwilling“ der Forstproduktehalle erzeugt, mit dem sich zum Beispiel freie Kapazitäten schneller erfassen lassen. Davon profitieren auch der Brandschutz und das Notfallmanagement. Schließlich feilt die LHG in einem weiteren Teilprojekt daran, im Gefahrfall Multikopter und autonom oder gesteuert fahrende Unterwasserfahrzeuge einzusetzen. Dabei handelt es sich um eine Umsetzung der Ergebnisse aus dem früheren Forschungsprojekt „IHATEC SecurePort“.

LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens kommentiert: „Ein weiterer innovativer Schritt und ein gutes Beispiel für die konsequente Fortentwicklung unserer Digitalstrategie. Die Erkenntnisse aus den früheren IHATEC-Förderprogrammen lassen sich bei „Baltic Future Port“ gut einbringen.“

Neue Geschäfte am Nordlandkai


28.01.2021

Nachfrage nach freien Flächen nimmt zu

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(Lübeck, 28.01.2021)  Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) konzentriert im Rahmen ihrer Umstrukturierung den Forstprodukteumschlag künftig an den Terminals Skandinavienkai und Schlutup. Dies schafft freie Flächen auf dem Nordlandkai, die für Vermietungskonzepte zur Verfügung stehen. Zurzeit ist die Anlage sehr gut ausgelastet. Die Verlagerung ist aber noch nicht abgeschlossen, sodass kontinuierlich weitere Flächen frei werden.

Viele Unternehmen nutzen den Nordlandkai bereits für Lagerung, Umschlag und die anschließende Distribution. Zu den Hauptgutarten zählen Holz, Stahl, mineralische Baustoffe und Dünger. Sofern der Zulauf der Güter über die Wasserseite erfolgt, übernimmt die LHG den Umschlag. Über ihre Beteiligungsgesellschaften bietet die LHG aber auch alle weiteren verbundenen logistischen Dienstleistungen an. So dient der Nordlandkai einem Unternehmen als Distributionszentrum für die Verteilung von Streumaterial in Norddeutschland. Ein anderes hat am Nordlandkai einen Biegebetrieb und das größte Zentrum für Bewehrungsstahl im Norden eingerichtet. Hier ist die LHG in die logistischen Prozesse eingeschaltet.

Dass die Nachfrage nach Flächen und Services zunehmend steigt, liegt vor allem an der zentralen Lage des Terminals. Es ist an das europäische Binnenwasserstraßennetz angeschlossen und verfügt über einen Gleisanschluss. Die A 1 ist nur wenige Fahrminuten entfernt. 120 000 Quadratmeter Hallenfläche inklusive 50 000 Quadratmeter Vordachflächen stehen zur Verfügung. Die Lagerhallen sind mit belastbaren Tragwerken ausgestattet und können relativ unkompliziert umgebaut und an die Bedürfnisse der Mieter angepasst werden. Darüber hinaus bieten vier Schiffsanleger und vier Anschlussgleise vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Büroflächen runden das Angebot ab.

Mirco Eweler, Leiter Immobilien bei der LHG zeigt sich zufrieden: „Unser Vermarktungskonzept kommt an, die Nachfrage steigt kontinuierlich. Ein gutes Beispiel für die Transformation eines konventionellen Umschlagterminals zu einem logistischen Multifunktionsterminal.“

LHG hat sich 2020 ordentlich geschlagen


14.01.2021

Einbußen durch Corona weitgehend aufgefangen

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(Lübeck, 07.01.2021) Die Umschlagmengen der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) einschließlich der vermieteten Terminals blieben mit knapp 21,840 Millionen Tonnen nur um gut zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Gerade die Mengensteigerung in den vergangenen vier Monaten hat zu dem insgesamt moderaten Rückgang beigetragen. Die einzelnen Bereiche haben sich allerdings sehr unterschiedlich entwickelt.

Das Automobilgeschäft lag mit 84 000 Fahrzeugen um gut 20 Prozent über Vorjahr. Auch der Containerumschlag legte zu und erreichte mit 96 000 TEU einen Zuwachs von gut acht Prozent. Die meisten Bereiche, darunter auch der aufkommenstarke RoRo-Umschlag, bewegten sich im Bereich des allgemeinen Rückgangs. Deutliche Einbußen verzeichnete allerdings der Bereich Forstprodukte, der aus strukturellen Gründen um 7,5 Prozent nachgab. Die deutlichen Rückgänge im Reiseverkehr erklären sich aus den Corona-bedingten staatlichen Restriktionen.

Die Intermodaltochter Baltic Rail Gate hat nach einer Aufholjagd in den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres fast eine Punktlandung hingelegt. Mit 112 700 Einheiten schloss sie nur 0,6 Prozent unter Vorjahr ab.

Geschäftsführer Sebastian Jürgens kommentiert: “Wir setzen trotz aller Belastungen den Weg der notwendigen Umstrukturierungen nicht nur konsequent fort, sondern müssen ihn noch intensivieren. Dabei zeigt sich, dass die Konzentration von Forstproduktemengen auf dem Skandinavienkai der richtige strategische Ansatz ist. Damit schaffen wir freie Flächen auf den übrigen Terminals, die wir optimiert nutzen können. Schwerpunkt wird darüber hinaus der Ausbau von Baltic Rail Gate und der Intermodalverkehre sein.“

Trotz Corona: LHG baut den Skandinavienkai weiter aus


21.12.2020

Lübecker Hafen-Gesellschaft und Stora Enso besiegeln weitere Zusammenarbeit

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(Lübeck, 21. Dezember 2020) Der Ausbau des größten Terminals der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) schreitet weiter voran: Am Skandinavienkai setzt die LHG den nächsten Entwicklungsbaustein. Dort entsteht nun im sogenannten dritten Bauabschnitt eine zusätzliche Fläche von circa 60 000 Quadratmeter sowie eine 10 000 Quadratmeter große Mehrzweckhalle. Baubeginn für die Halle ist der kommende April.

Erster großer Kunde der neuen Halle wird erneut Stora Enso (SE) sein. Heute unterzeichneten Sebastian Jürgens (Geschäftsführer LHG) und Knut Hansen (Senior Vice President SE) einen entsprechenden Vertrag. Wie bereits im letzten Jahr vereinbart, sollen am Skandinavienkai die nordfinnischen Mengen des Forstproduktekonzerns aus Kemi und Oulu gelagert und umgeschlagen werden. Sie folgen den südfinnischen Mengen, die bereits seit einem Jahr über das Travemünder RoRo-Terminal laufen. Darauf zielt auch das neue Verschiffungskonzept von Wallenius SOL (WSAB). Die Reederei lässt eigens für diesen Verkehr eine neue Generation RoRo-Schiffe bauen, die ab Ende 2021 den Skandinavienkai anlaufen.

Ende nächsten Jahres werden Fläche und Halle betriebsbereit sein. Auf dem Areal sollen dann vor allem Sattelauflieger und Boxen stehen, die auf Verschiffung oder Abholung warten. Die Halle wird auch eine passende Crossdocking-Station erhalten.

Sebastian Jürgens erklärt dazu: „Wir haben es mit einem schwierigen Marktumfeld zu tun, das ist jedem klar. Aber wir wollen handlungsfähig bleiben und unsere Kunden konsequent dabei unterstützen, Lieferketten zu optimieren.“

Knut Hansen hebt hervor: “Gemeinsam mit unseren langjährigen Partnern LHG und Wallenius SOL haben wir ein umweltfreundliches Logistiksystem aufgebaut, das allen Versendern offensteht. Hier entsteht der effizienteste Papierlogistik-Hub an der Ostsee.“

Ortwin Harms, Bereichsleiter Marketing und Vertrieb LHG ergänzt: „Auch für unsere Reederkunden ist das ein wichtiges Signal. Wir bieten ihnen den Platz, den sie brauchen, um Verkehre weiter auszubauen.“

In der vorangegangenen Baustufe entstand eine neue Terminalfläche von zehn Hektar, auf der unter anderem eine erste Logistikhalle errichtet wurde.

Mengenrückgang bei der LHG, Verkehrsfrequenz weitgehend stabil


Bild: Karl Erhard Vögele

03.09.2020

Covid-19 hinterlässt auch in Lübeck deutliche Spuren

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(Lübeck, 28.08.2020) Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 deutlich reduzierte Mengen an ihren vier Anlagen. Nach den vorläufigen Zahlen sank der Umschlag insgesamt um rund acht Prozent. LKW und Trailer gingen um rund zehn Prozent zurück. Im Stückgut- und Schwergutbereich, zu denen vor allem Forstprodukte sowie Eisen und Stahl gehören, lag der Rückgang bei rund vier Prozent.

Der Umschlag von Fertigfahrzeugen litt ebenfalls unter dem Corona-Einfluss. Vier Prozent unter Vorjahr lag der Wert. Erwartet hatte das Unternehmen dagegen eine deutliche Steigerung aus einem größeren Fahrzeugpaket, das seit Beginn des Jahres in Richtung Russland und Baltische Staaten verschifft wird. Am Intermodalterminal der LHG-Tochter Baltic Rail Gate bewegen sich die Frequenzen erst langsam wieder in Richtung Vor-Corona-Niveau.

Stark zurückgegangen sind die Passagierverkehre. Dieses Segment hat sich bis heute noch nicht wieder erholt. Für die Reedereien am Standort stellt das eine sehr hohe Belastung dar. Trotz der zum Teil massiven Einbrüche haben aber alle ihre Fahrplanfrequenz weitgehend aufrechterhalten.

„Covid-19 hat auch an unseren Anlagen deutliche Spuren hinterlassen. Bis Ende Mai hat uns die rückläufige Entwicklung ziemlich durchgeschüttelt, jetzt kehrt langsam so etwas wie neue Normalität ein“, so Geschäftsführer Sebastian Jürgens. „Im Großen und Ganzen sind wir noch einigermaßen ordentlich durch diese außergewöhnlichen Zeiten gekommen. Es bleibt aber abzuwarten, wie schnell sich die Exportwirtschaft von diesem globalen Einschnitt erholt und wie stark sie auf weitere Wellen reagiert. Gerade in unseren Segmenten Papier und Fertigfahrzeuge besteht kein Grund zu Optimismus. Covid-19 krempelt alles um. Erleichtert sind wir darüber, dass unsere Beschäftigten gesundheitlich verschont blieben.“

Trotz der Pandemie geht der Ausbau der Infrastruktur weiter. Die zweite Bauphase am größten Terminal Skandinavienkai ist abgeschlossen. Das Forstprodukteterminal läuft unter Volllast. Der dritte Bauabschnitt ist in Angriff genommen, dort lässt die Hansestadt Lübeck gerade die Flächen abtragen.

Mit neuen Hafenflächen ins dritte Jahrzehnt: Lübeck setzt auf Wachstum


Bilder: Vögele, Pagel



30.01.2020

Ministerpräsident Daniel Günther übergibt Förderbescheid über 11,3 Millionen Euro

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(Lübeck, 30.01.20)  Vertreter der Landesregierung und der Hansestadt Lübeck weihten heute die neuen städtischen Hafenflächen am Skandinavienkai in Travemünde ein und übergaben sie offiziell der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) zum Betrieb. In einer ersten Baustufe entstanden zehn Hektar neue Terminalfläche, auf der unter anderem eine Logistikhalle errichtet wurde. Weitere sechs Hektar Fläche werden in einem zweiten Abschnitt folgen.

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau begrüßte unter den Gästen der Veranstaltung insbesondere den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther sowie einige hochrangige Vertreter des finnisch-schwedischen Konzerns Stora Enso, den ersten großen Nutzer der neuen Halle.

Ministerpräsident Daniel Günther nannte die Entscheidung zum Ausbau der Flächen am Skandinavienkai zukunftsweisend. „Die Stadt wagt damit einen großen Sprung, um den Hafenstandort Lübeck zu modernisieren und wieder auf Expansionskurs zu bringen“, sagte er. Die Hafenwirtschaft sowie die gesamte maritime Branche seien überaus wichtig. Dies gelte für die Hansestadt Lübeck wie für ganz Schleswig-Holstein. Ziel der Landesregierung sei es, die Handelsbeziehungen im Ostseeraum weiter zu vertiefen. Davon werde auch der Lübecker Hafen enorm profitieren. Der Regierungschef überreichte Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau zugleich einen Förderbescheid über 11,3 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe regionale Wirtschaftsförderung.

Bürgermeister Jan Lindenau ergänzte: „Die gemeinsamen Investitionen des Landes und der Stadt unterstreichen einmal mehr die Bedeutung Lübecks als Hafenstandort. Gleichzeitig haben wir mit dieser Hafenerweiterung nach innen eindrücklich unter Beweis gestellt, dass derartige Infrastrukturprojekte bei einer vorrausschauenden Planung termingerecht realisiert werden können, sobald der Bedarf es erfordert.“

In 18-monatiger Bauzeit hatten Baufirmen im Auftrag der Lübeck Port Authority (LPA) eine Million Kubikmeter Erde abgetragen und insgesamt 120 000 Tonnen Schotter und 70 000 m² Pflasterung verlegt sowie die Logistikhalle errichtet.

Die Flächenerweiterung geht in diesem Jahr zügig weiter, so dass bis Ende 2021 die Infrastrukturmaßnahme vollständig umgesetzt ist. Darüber hinaus wird auch eine neue Gateanlage, das Papiergate, errichtet. Dadurch ist es möglich, die RoRo- und Fährverkehre von den Verkehren zur Logistikhalle zu trennen.

Insgesamt wird die Hansestadt Lübeck ca. 46 Mio. EUR in den Ausbau der Infrastruktur investieren und erhält dafür bisher eine Förderung des Landes von ca. 30 Mio. EUR. In den Bau der Hallen hat die Stadt weitere 18,5 Mio. EUR investiert.

LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens unterstrich den Mehrwert, den die neue Anlage böte. „Hier bieten wir unseren Kunden fantastische Möglichkeiten: reichlich Platz, direkt an den Fähranlegern gelegen und nur einen Steinwurf von unserem Intermodalterminal Baltic Rail Gate entfernt. Schneller lässt sich Ware aus Skandinavien nicht drehen.“ Die Anlage wirke wie ein Leuchtturm und werfe auch ein gutes Licht auf das Unternehmen: „Das neue Terminal ist ein Symbol für den Turnaround der LHG: Es wird wieder investiert. Stadt und Land vertrauen unserer Leistungsfähigkeit. Das wissen wir zu schätzen.“

Die multifunktionelle Logistikhalle, die 25 000 Quadratmeter misst, ist 300 Meter lang, 85 Meter breit und 20 Meter hoch. Drei Fußballfelder hätten hier spielend Platz. Das Bauwerk kann bis zu 35 000 Tonnen Forstprodukte aufnehmen. Sechs Tore an jeder Längsseite sorgen dafür, dass die LHG dort zügig einlagern und wiederbeladen kann. Weite Dachüberhänge gewährleisten Witterungsschutz. Cassetten und Mafis werden in der benachbarten neuen Fährhalle zum Teil vorgestaut.