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Willkommen, Botnia Enabler!


Bild: Mike Louagie

19.07.2022

Schwedisches LNG-Schiff absolviert Erstanlauf in Lübeck

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(Lübeck, 18.07.2022) Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) begrüßt das neue Flottenmitglied der Reederei Wallenius SOL (WSAB) an ihren Kaikanten: Die „Botnia Enabler“ machte am 17. Juli zum ersten Mal am Travemünder Skandinavienkai fest. Dabei erwies ihr der niederländische Schlepper „Argus“ mit einer fulminanten Fontäne die Ehre.

Das LNG-betriebene Schiff gilt als das größte eisgängige RoRo-Schiff der Welt. Als spezialisierter Carrier wird WSAB damit vorwiegend Forstprodukte, Stahl, Maschinen und Anlagenteile transportieren. Ein emissionsreduzierter Antrieb, eine gut austarierte Konstruktion und ein relativ geringes Eigengewicht bescheren dem Neubau eine sehr gute Energieeffizienz.

Die „Botnia Enabler“ verbindet Lübeck-Travemünde mit der Nordsee und den nordischen Ländern Finnland und Schweden. Mit einer Länge von 242 Metern kann sie 5 800 Lademeter aufnehmen. Damit ist sie deutlich größer als ihre Vorgängerinnen auf dieser Linie. Voraussichtlich Ende August bekommt sie Verstärkung: Dann wird auch ihr Schwesterschiff „Baltic Enabler“ den Dienst auf dieser Relation aufnehmen.

LHG-Geschäftsführer Ortwin Harms: „Wir freuen uns, dass WSAB mit diesen beiden neuen, größeren Schiffen zu uns nach Lübeck kommt, und sehen das als großen Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit des Standortes.“ Mit über 90 wöchentlichen Abfahrten nehmen die Lübecker Kaianlagen eine zentrale Stellung im Netzwerk der Seeverkehre über die Ostsee ein.

Die „Enabler-Schwestern“ sind indes nicht die einzigen Neubauten, die die Anlagen der LHG in diesem Jahr erreichen. Bereits im April hatte das nagelneue LNG-Schiff Nils Holgersson der TT-Line erstmalig am Skandinavienkai festgemacht. Es bedient die Relation Travemünde – Trelleborg.

Hafenarbeit braucht Sicherheit: LHG erhält Gütesiegel der BGHW


Steffen-Raymund Lübke (BGHW) überreicht die Urkunde an Torsten Lohse (Leiter Organisation LHG); links Jörg Eilers, rechts Michael Sorg (beide Fachkräfte für Arbeitssicherheit LHG).

08.07.2022

„Sicherheit geht nur im Team“

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(Lübeck, 06.07.2022) Geprüft und besiegelt: Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) darf auch in den kommenden drei Jahren das Gütesiegel „Sicher mit System“ (DIN ISO 45001:2018) tragen. Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) bestätigt mit der Verleihung, dass das Unternehmen systematischen und wirksamen Arbeitsschutz betreibt. BGHW und LHG waren gleichermaßen begeistert, denn das Prüfungsergebnis war außerordentlich gut. Die Anforderungen der BGHW konnte der Hafenbetrieb zu 99 Prozent erfüllen.

Und das ist lebenswichtig, denn Hafenarbeit erfolgt zum Teil mit schweren Geräten und ist mit ernstzunehmenden Risiken behaftet. Der Arbeitsschutz genießt daher höchsten Stellenwert auf den LHG-Anlagen. Sicherheit gehört zu den obersten Unternehmenszielen und wird entsprechend dokumentiert. Einen Helm zu tragen und die Schnürsenkel ordentlich zu binden reicht dabei nicht aus.

BGHW-Mitarbeiter Steffen-Raymund Lübke, der die LHG geprüft hat, bringt es auf den Punkt: „Arbeitsschutzmanagement ist ein wichtiger Baustein im Unternehmensportfolio, denn mangelnde Sicherheit kann alles ins Wanken bringen. Mit diesem Gütesiegel zeigen Sie, dass Ihnen Arbeitsschutz mindestens genauso wichtig ist wie zum Beispiel die Qualität Ihrer Dienstleistungen.“

Dieser Anspruch muss im Arbeitsalltag entsprechend umgesetzt werden. „Wir motivieren unsere Beschäftigten dazu, Arbeitssicherheit aktiv mitzugestalten“, erklärt Jörg Eilers, Fachkraft für Arbeitssicherheit der LHG. „Das Siegel zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es bedeutet aber auch, dass wir uns Tag für Tag neuen Herausforderungen stellen müssen, um unseren Sicherheitsstandard zu halten und zu verbessern. Arbeitssicherheit geht nur im Team, und wir haben ein tolles Team bei der LHG“, so Eilers.

Tarifeinigung bei der LHG


09.06.2022

Deutliche Lohnsteigerung für Beschäftigte

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(Lübeck, 03.06.2022) Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) und die Gewerkschaft ver.di haben sich nach langen und äußerst schwierigen Verhandlungen auf einen neuen Tarifvertrag für die gewerblichen Beschäftigten geeinigt. Die tabellenwirksame Erhöhung erfolgt bei zweijähriger Laufzeit in drei Stufen: Ab 01.06.2022 gibt es durchschnittlich 4,8 Prozent mehr, zusätzlich 2,4 Prozent ab 01.03.2023 sowie ab 01.09.2023 weitere 2,4 Prozent. Die ver.di-Mitglieder haben dem Vorschlag in einer Abstimmung mehrheitlich zugestimmt. Mit der Einigung konnten die Tarifpartner einen Arbeitskampf abwenden.

Dieser Tarifabschluss ist vor dem Hintergrund der geschäftlichen Entwicklung der LHG zu bewerten. Im Rahmen des Zukunftssicherungsvertrages läuft der Verzicht der Arbeitnehmer auf ihre Lohnbestandteile automatisch aus. Die LHG muss gleichzeitig einen kontinuierlichen Rückgang im Forstproduktebereich und die Einstellung sämtlicher Russland-Dienste verkraften. Zahlreiche Maßnahmen zur Gegensteuerung wurden ergriffen und zeigen teilweise Wirkung. Dies trifft insbesondere auf die Umstrukturierung des Nordlandkais zu.

Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der LHG, kommentiert: „In diesen schwierigen Zeiten war es uns wichtig, die Leistungsfähigkeit des Hafens nicht zu gefährden. Zuverlässigkeit und Abfertigungsqualität sind für unsere Kunden unverzichtbar. Die Geschäftsführung ist jetzt gefordert, konsequent an der weiteren Konsolidierung der LHG zu arbeiten, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sicherzustellen. Der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit bleibt oberstes Gebot im Interesse der LHG und des Standortes“.


Bild: René Schlottmann

Litauischer Transportminister besucht den Lübecker Hafen


09.05.2022

Marius Skuodis folgt Einladung der LHG

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(Lübeck, 6. Mai 2022) Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) freute sich über hohen Besuch aus Litauen. Der litauische Minister für Transport und Kommunikation, Marius Skuodis, kam auf Einladung der LHG mit einer Delegation nach Lübeck. Begleitet wurde er von Ramunas Misiulis, dem litauischen Botschafter in Deutschland, Vertretern des Verkehrsministeriums und des litauischen Logistikgewerbes sowie von Algis Latakas, dem Hafenchef von Klaipeda.

Bei einer Tour über den Skandinavienkai, das größte der vier LHG-Terminals, machte er sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Anlage. Mit Interesse ließ er sich von den beiden Geschäftsführern Sebastian Jürgens und Ortwin Harms die geplanten Kapazitätserweiterungen erläutern. Gegenwärtig verbindet eine Fährlinie Lübeck und den Hafen Klaipeda. Die Reederei TT-Line bedient diese Relation sechsmal pro Woche in einer Dreieckverbindung über Trelleborg.

Die Verbindung zwischen Klaipeda und dem Hafen Lübeck hat eine lange Tradition. Zahlreiche Besuche in den vergangenen Jahren haben die geschäftlichen und persönlichen Beziehungen zwischen beiden Häfen vertieft. Auf dieser freundschaftlichen Basis – nicht zuletzt ausgelöst durch eine Neuorientierung des Russland-Geschäftes – will man nun die Beziehungen weiter ausbauen. So erläutert Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der LHG: „Es gibt viele positive Ansätze. Wir wollen die Zusammenarbeit  mit unseren litauischen Partnern konsequent weiter vertiefen. Die politischen und wirtschaftlichen Grundlagen hierzu sind vorhanden.“

Im Anschluss an die Besichtigung folgte auf Einladung der LHG und der Hansestadt Lübeck ein Empfang im „Audienzsaal“ des Lübecker Rathauses.

Willkommen, „Nils Holgersson“!


25.04.2022

Neues Fährschiff der TT-Line zum ersten Mal in Lübeck

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(Lübeck, 21.04.2022)  Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) freut sich auf die neue „Nils Holgersson“ der TT-Line. Das Fährschiff ist am Mittwochabend nach einer rund fünfwöchigen und 11 600 Seemeilen langen Überführungsfahrt von China in Lübeck eingelaufen und hat am Skandinavienkai in Travemünde festgemacht. Wie es sich in der Seefahrt gehört, wurde es mit einem Feuerlöschboot und einem Shantychor zünftig begrüßt. Die Mitarbeiter der LHG waren von TT-Line zu einem abendlichen Umtrunk am Strand in Travemünde eingeladen und hatten das Schiff beim Passieren der Nordermole willkommen geheißen.

Mit diesem Anlauf wird eine über 60-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit TT-Line fortgesetzt: Ende März 1962 traf die erste „Nils Holgersson“ in Travemünde ein. Bereits Ende April soll das Fährschiff den Liniendienst zwischen Lübeck und dem schwedischen Trelleborg aufnehmen. Als eines der ersten Schiffe wird es mit dem umweltschonenden Flüssiggas (LNG) betrieben.

Ortwin Harms, Geschäftsführer der LHG, freut sich auf die neue „Nils Holgersson“: „Dies ist ein guter Beweis für die jahrzehntelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit TT-Line. Wir freuen uns auf die nächsten 60 Jahre.“

Tiny Houses über Lübecker Kaikanten


Foto: Stena Line

14.03.2022

LHG schlägt Hausmodule am Skandinavienkai um

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(Lübeck, 10.03.2022) Eine Trendware erreicht auch die Anlagen der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG): Die Reederei Stena Line verschifft auf ihrer Linie zwischen Liepāja und Lübeck derzeit „Tiny Houses“, die in Lettland gebaut werden. Sechsmal pro Woche und Richtung verkehren zwei Schiffe auf dieser Relation.

Um die zehn Meter langen und fünf Meter breiten Module am Skandinavienkai auf einen LKW zu laden, braucht es viel Fingerspitzengefühl und Teamarbeit: Gleich zwei schwere Hafengeräte, sogenannte Reachstacker, einer davon brandneu, sind dazu nötig. Sie heben das „Tiny House“ von beiden Seiten parallel in die Höhe und setzen die vierzehn Tonnen schwere Ladung auf einem Tieflader ab. Der LKW übernimmt den weiteren Transport in die Niederlande.

Die Hausmodule sind komplett gefliest und verfügen über eine Einbau-Küche. Lettland hat sich als Produzent der immer beliebter werdenden Wohneinheiten einen Namen gemacht. Stena Line zeigte sich sehr zufrieden mit der Umladung. „Fünf Meter breite Module sind schon etwas ganz Besonderes“, bekennt Lennart Berg, der im Travemünder Büro der Reederei den Vertrieb von Projektladung verantwortet. „Das war Filigranarbeit!“

Betriebsleiter Marcus Clasen stellt fest: „Projektladungen sind immer eine willkommene Abwechslung in unserem durchgetakteten Arbeitsalltag.“ Sein Kollege Holger Dührkop ergänzt: „Das war eine anspruchsvolle Aufgabe, Hut ab vor den Kollegen, die das sehr gut gemeistert haben.“

Zuwachs auf der Ostsee-Italien-Achse


Bild: Kombiverkehr

23.02.2022

Kombiverkehr verdoppelt Rundläufe zwischen Lübeck und Verona

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(Lübeck, 21.02.2022) Das Netzwerk von Baltic Rail Gate wird verstärkt. Am Lübecker Skandinavienkai verkehren seit Kurzem drei weitere Züge des Intermodaloperateurs Kombiverkehr zwischen Verona (Norditalien) und Lübeck-Travemünde. Während die drei bestehenden Rundläufe allen Interessenten offenstehen, handelt es sich bei den neuen Verbindungen um einen sogenannten „Company Train“ im Auftrag der österreichischen Spedition LKW Walter. Pro Rundlauf kann das Unternehmen auf diese Weise über 110 Tonnen CO2 einsparen.

Das norditalienische Industriezentrum ist dadurch mit dreizehn wöchentlichen Abfahrten pro Richtung mit Lübeck verbunden. Im Laufe des Monats wird Kombiverkehr darüber hinaus neue Gatewayverbindungen über Verona an die Adriaküste und nach Süditalien anbieten.

Über das Terminal von Baltic Rail Gate sind zurzeit die deutschen Destinationen Ludwigshafen, Duisburg, Herne, Hamburg sowie Verona, Melzo und Novara in Norditalien zu erreichen. Wöchentlich kommt das Intermodalterminal auf mehr als 50 Abfahrten.

Südschwedenverkehr über Lübeck gestärkt


Finnfellow (Quelle: Finnlines)

03.02.2022

Finnlines erhöht die Kapazität zwischen Lübeck-Travemünde und Malmö

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(Lübeck, 02.02.2022) Gute Neuigkeiten für die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) und den Standort: Seit 1. Februar setzt die Reederei Finnlines auf der Route zwischen Lübeck und Malmö auf ein geändertes Set-up. Damit erhöht sie die Zahl der täglichen Abfahrten von drei auf vier und begegnet somit der steigenden Nachfrage im Südschwedenverkehr.

Mit den Schiffen „Finnfellow“ und „Finnclipper“ kehren zwei alte Bekannte an das Terminal Skandinavienkai zurück. Sie ersetzen die „Europalink“, die in den Dienst zwischen Schweden und Finnland gewechselt ist. Zusammen kommen die beiden Fähren auf 6 200 Lademeter, so dass die tägliche Kapazität um 2 000 Lademeter pro Richtung steigt. Von der zusätzlichen Abfahrt profitiert auch der Passagierbereich. Statt 550 können auf den Abendabfahrten nun 880 Passagiere einchecken.

„Die Stärkung unserer Linie zwischen Travemünde und Malmö ist ein wichtiges Zeichen für unsere Kunden, den Hafen und die Stadt, dass wir stark an den Standort Travemünde glauben. Die aktuelle Nachfrage für den Transport von Gütern und Passagieren auf dieser Strecke ist sehr hoch. Wir freuen uns, mit vier täglichen Abfahrten und insgesamt 48 Überfahrten pro Woche in beiden Richtungen unseren Kunden nun noch mehr Auswahl und Flexibilität bieten zu können“, kommentiert Antonio Raimo, Line Manager Finnlines.

Tobard Jan Klemke, Leiter Marketing und Vertrieb der LHG, ergänzt: „Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das Finnlines in den Standort und unsere Leistungsfähigkeit setzt. Wir werden alles tun, um mit unseren Kunden weiter zu wachsen. Gerade vor dem Hintergrund steigender Mengen im Intermodalverkehr begrüßen wir die erhöhte Frequenz. Um mit dem Wachstum weiter Schritt zu halten, werden wir in naher Zukunft die Kapazitäten von Baltic Rail Gate ausbauen.“ Das Intermodalterminal am Skandinavienkai hatte im vergangenen Jahr mehr als 126 000 Einheiten umgeschlagen.

Mengen auf hohem Niveau: LHG geht gestärkt ins neue Jahr


04.01.2022

Gesamtleistung knapp sechs Prozent über Vor-Coronajahr 2019

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(Lübeck, 04.01.2022) Das war ein insgesamt gutes Jahr: Im Vergleich zu dem maßgeblichen Vor-Coronajahr 2019 sind die Umschlagmengen der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), einschließlich der vermieteten Terminals, nach den vorläufigen Hochrechnungen mit rund 23,7 Millionen Tonnen um knapp sechs Prozent gestiegen*. Hierbei und im Folgenden werden die Vergleichswerte 2021/2019 zugrunde gelegt, da der LHG ein Vergleich mit dem Corona-Ausnahmejahr 2020 nicht aussagekräftig genug erscheint. Zugelegt hat vor allem der RoRo-Bereich, während sich die Zahlen im beschäftigungsintensiven Bereich Forstprodukte weiter nach unten entwickelt haben.

Gegenüber 2019 hat dabei die Zahl der Lkw mit rund 5,5 Prozent (rund 402.000 Lkw) und Trailer mit rund 8 Prozent (knapp 380.000 Einheiten) deutlich angezogen. Die Menge der Neufahrzeuge hat sich mit neu akquirierten Mengen unter Berücksichtigung einer grundsätzlichen Marktschwäche um erfreuliche 25 Prozent (rund 87.300 Kfz) erhöht. Vom RoRo-Wachstum profitierte auch die LHG-Tochter Baltic Rail Gate. Über 126.000 Einheiten wurden am Intermodal Terminal am Skandinavienkai umgeschlagen, das ist ein neuer Bestwert.

Der Reiseverkehr zog wieder an, hat aber aufgrund der bestehenden Corona-Restriktionen bei weitem noch nicht wieder das Niveau von 2019 erreicht.

Im Stammgeschäft – Forstprodukte, Karton und Papier – musste die LHG allerdings wie erwartet mit insgesamt 24,6 Prozent (knapp 1,3 Mio. Tonnen) weitere Rückgänge hinnehmen. Der fortschreitende Strukturwandel in diesem Bereich ging über die ohnehin schon negativen Erwartungen hinaus. Dabei konnte die positive Entwicklung im Umschlag von Zellulose und Holz den drastischen Verlust im beschäftigungsintensiven Segment Papier nur geringfügig kompensieren. Die strukturell bedingten Mengenrückgänge in diesem Bereich werden sich fortsetzen. Vor diesem Hintergrund hat es sich als strategisch richtig erwiesen, den Umschlag von Forstprodukten an den Terminals Skandinavienkai und Schlutup zu konzentrieren. Das Unternehmen wird das Projekt Umstrukturierung in allen Bereichen fortsetzen müssen.

LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens zeigt sich insgesamt zufrieden: „Die Zahlen beweisen, dass wir beim Umbau unseres Unternehmens auf dem richtigen Weg sind. Vor allem freut uns, dass wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden nahtlos an das Jahr 2019 anknüpfen und die Leistung weiter erfolgreich steigern konnten. Es bleibt aber noch viel zu tun.“

 

*Die LHG hat sich entschlossen, als maßgebliche Vergleichsgröße zur Leistung 2021 das Vor-Coronajahr 2019 zu nehmen. Gegenüber dem Vorjahr 2020 betrugen die Umschlagmengen im Vergleich zu 2021 (in Prozent): + 8, RoRo-Bereich + 8,1, LKW + 7,5, Neufahrzeuge + 4, Forstprodukte -19,2.

Klemke heuert im Lübecker Hafen an


02.12.2021

Lübecker Hafen-Gesellschaft verpflichtet neuen Leiter für Marketing und Vertrieb

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(Lübeck, 02.12.2021) Tobard Jan Klemke (46) übernimmt zum 1. Januar die Leitung des Bereichs Marketing und Vertrieb bei der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG). Der diplomierte Wirtschaftsingenieur (FH) verfügt über langjährige Erfahrung in der maritimen Wirtschaft. Die letzten 13 Jahre arbeitete er bei der Ostseereederei Scandlines in leitender Funktion im Vertrieb.

Klemke übernimmt den Posten von Ortwin Harms, der im April in die Geschäftsführung der LHG aufrückte. Vor seinem Eintritt bei Scandlines war Klemke mehrere Jahre bei einem Unternehmen der dänischen Containerreederei Maersk in Hamburg tätig. Durch sein Engagement bei zwei Reedereien, die in ihren Fahrtgebieten eine maßgebliche Rolle spielen, ist Klemke hervorragend in der maritimen Szene vernetzt.

Ehrenamtlich engagierte er sich längere Zeit als Vorstandsmitglied der Vereinigung der Lübecker Schiffsmakler. Mit seiner Frau und zwei Kindern lebt Klemke in Lübeck.